Letzte Aktualisierung:  13.08.2016 18:45:09 

 

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Brief an den Weihnachtsmann

Allerorts hochgeschätzter Weihnachtsmann, man hat mir glaubhaft versichert, daß du imstande und willens bist, Wünsche zu erfüllen. Nun - Wünsche hätte ich einige. Nicht für mich, dafür bin ich zu bescheiden, sondern für meinen Menschen.

Da wäre einmal seine übertriebene Empfindlichkeit im Bezug auf Teppiche, Möbel und anderen Hausrat. Stimmt - das blaue Sofa hat sich im Lauf der Zeit etwas verändert. Aber ich finde: durchaus zu seinem Vorteil. Es hatte so etwas Unpersönliches, als es ins Haus kam. Jetzt ist es unverwechselbar unser Sofa. Auch das eckige Holzding hat nur an Eigenart gewonnen, seit ich es behandelt habe. Daß es sich hochtrabend "Biedermeierkommode" nennt, habe ich erst dem unbeherrschten Wutgeheul meines Menschen entnommen.

Das Thema "Teppich" trägt ebenfalls zu unserem gespannten Verhältnis bei. Was war er am Anfang, als wir ihn in alle Zimmer legen ließen? Eine öde, glatte Fläche in Braun. Jetzt kommen die schönen langen Fasern seiner Unterwolle erst richtig zur Geltung. Daß er als Mensch einen etwas unterentwickelten Schönheitssinn hat, ist ja nun wirklich nicht meine Schuld.

Ebenfalls unzufrieden bin ich mit seinem fragwürdigen Sinn für Humor. Was bitte, ist komisch daran, wenn ich herauszufinden versuche, wie lang eine Klopapierrolle ist? Was erheitert einen geistig gesunden Menschen an der Tatsache, daß ich den ekelhaften Rasierschaum zunächst für Schlagsahne gehalten habe?

Und daß ich in die fast unergründlichen Tiefen der Badewanne gestürtz bin, ist nicht lustig, sondern tragisch. Lächerlich ist höchstens eines: daß mein Mensch noch immer erwartet, ich würde meine Krallen an dem seltsamen Ding schärfen, das er dafür vorgesehen hat.

Lieber Weihnachtsmann, schon nach diesen wenigen Beispielen kannst du sicher erraten, was ich mir für meinen Menschen wünsche:

ein wenig mehr Würde in seinem Verhalten und Verständnis für eine empfindsame Katzenseele.

Es erwartet in Ungeduld Dich und den Heiligen Abend
Dein Kater Merlin

(Verfasser leider unbekannt)

 

 

 

Ich lieb meine kleine Katze

Ich lieb meine kleine Katze
sie ist mir mein bester Freund,
denn sie hilft an grauen Tagen,
dass die Sonne trotzdem scheint.

Sie kommt zu mir in den Stunden
wo ich ganz alleine bin,
schleicht sich ein in meine Seele,
schenkt mir neuen Lebenssinn.

Bin ich mal ganz tief am Boden
und weiß nicht mehr was ich will,
legt sie sich an meine Seite
und ich werde dann ganz still.

Denn ihr Körper schenkt mir Wärme
und ihr Schnurren lullt mich ein,
dann bin ich nicht mehr alleine,
lässt mich wieder ruhig sein.

Ihre Wärme kommt von Innen,
ich gab meine ihr zurück
und erleb durch ihre Freundschaft Ruhe,
Liebe und viel Glück.


Anke Richter

 

 

 

Katzenherrschaft


Ein Hund sah eine Katze,
die drohte mit der Tatze,
er solle ja nicht wagen,
durch sein Gebell was sagen,
denn Hunde mocht' die Katze nicht,
sprang jeden an - der nahte sich.

Das sprach sich bei den Hunden rum,
doch diese waren auch nicht dumm,
knurrten leis' als Angriffszeichen,
wollten nicht der Katze weichen,
die weiter drohte aus der Ferne,
wollte herrschen doch so gerne
über die ganze Hundemeute,
die sie hätten gern zur Beute.

Die Katze war nur etwas schlauer,
besah die Hunde sich genauer,
die sich knurrend unterhielten,
angriffsbereit zur Katze schielten,
um den Angriff nun zu starten,
wollten nicht mehr länger warten.

Die Hunde bellten laut und schrill,
die Katze blieb aber sitzen still,
sprang dem ersten ins Gesicht,
der jaulte erbärmlich - fürchterlich,
die andern machten Kehrt voll Frust,
hatten auf "Katze" nicht mehr Lust.


Autorin: Heidrun Gemähling

 

 

Träumerei

 

Ich war in der Morgendämmerung
auf leisen Pfoten unterwegs
Taufeuchtes Gras
unter meinen rosa Ballen
Der Wind war kühl
aber mein dichtes Fell hielt warm
Mit gespitzten Ohren
lauschte ich dem Gesang der ersten Vögel
und genoß den Duft des Sommers

Plötzlich ein Geräusch, ein hoher Ton
weckt Jagdfieber, heißes Blut
Alle Sinne gespannt, auf der Lauer
schlug ich meine Krallen
in weiches warmes Fleisch
Spielerische Lust trotz gefüllter Futternäpfe
Maus bleibt Maus !
Satt und zufrieden kehrte ich heim
in die Geborgenheit meines Zuhauses
zu Liebe und Streicheleinheiten ...

... ich wachte auf, mit glücklichem Herzen
und lehnte mich zurück in mein Kissen
etwas traurig
ich bin ein Mensch

es war nur ein Traum ...

Ich war in der Morgendämmerung
zur Arbeit unterwegs
Laut klickten die Absätze
auf dem harten Asphalt
Der Wind war kühl
und ich fror im dünnen Kleid
Um mich herum
der Lärm der Großstadt
und der Gestank der Abgase
Ich reihte mich ein
in den Trott der anderen
alle in Eile
den Blick auf den Boden
den Kopf voller Sorgen
Im Arbeitsstress hetzte ich durch den Tag
Kampf um Wohlstand und Geld
Erschöpft und frustriert kehrte ich heim
und stritt mich mit meinem Freund
um das Fernsehprogramm ...

... ich wachte auf, mit klopfendem Herzen

 

und rollte mich wieder zusammen auf meiner Decke
zufrieden schnurrend
ich bin eine Katze

es war nur ein Traum ...

 

von Anja Tomczak

 

 

"An eine Katze"

Mein edler Freund, ich bitte sehr:
Komm doch her,
Sitz neben mir und schau mich dann
Mit deinen lieben Augen an,
Mit Augen voller Glanz und Gold;
Dein Blick, er ist so treu und hold.
Dein wundervolles weiches Fell,
Schwarz und hell,
So seidig, üppig, voller Pracht,
Wie Wolkenhimmel in der Nacht
Belohnt die Hand, die dich liebkost,
Mit freundlicherem Glück und Trost.
Die Hunde freunden gern sich an
Mit jedermann.
Doch du, von lauterer Natur,
Liebst deine wahren Freunde nur,
Berührst mit deiner Pfote mich -
Ja, Lieber, ich verstehe dich.
Was geht wohl vor in deinem Geist -
Ach, wer weiß?
Wenig nur ist uns bekannt
Trotz unsrem Freundschaftsband.
Vielleicht ist’s dem Menschen nur vergönnt,
Daß er das Leben besser kennt.

 

Algernon Charles Swinburne

 

Cats of Avalon

  

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freu`n und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit - nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit - nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrigbleiben
Als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertrau`n,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schau`n

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

 

 

Autor leider unbekannt

 

 

 

Mein lieber Mensch zur Weihnachtszeit

Mein lieber Mensch ist - muss ich sagen -
zur Weihnachtszeit kaum zu ertragen.
Voll Hektik er im Stress vergisst,
was Sinn und Zweck dies´ Festes ist.

So rennt er rum, mal hier mal da -
als wüßt er´s nicht das ganze Jahr,
dass man Geschenke braucht zur Feier...
´s ist jedes Jahr die gleiche Leier!

Die Zeit ihm durch die Finger rinnt,
wenn er dann endlich mal beginnt,
ein paar Gedanken sich zu machen -
und schon vergeht es ihm, das Lachen!

Anstatt besinnlich zu genießen,
beginnt er sichtbar zu verdrießen,
denn ganz allmählich wird ihm klar:
solch spätes Handeln rächt sich gar...

Nun könnt´ ich mitleidslos jetzt sagen,
die Folgen muss er selbst ja tragen!
Doch er beginnt - Ihr könnt´s mir glauben -
mir noch den letzten Nerv zu rauben!

Wir Katzen sind die Meister schlicht,
wenn man von der Entspannung spricht,
und der Entspannung Meister hat
des Menschen Weihnachtswirbel satt!!

In der Adventszeit - wie ihr wisst -
Gemütlichkeit ein Fremdwort ist!
Dabei steht doch grad diese Zeit
für Ruhe und Besinnlichkeit!?

Ihr Katzen, gebt Ihr mir nun Recht,
dass es dem Menschen tät nicht schlecht,
würd er ein wenig von uns lernen,
sich von dem Zeitgeist zu entfernen???

Zurück zum Ursprung möcht ich gern,
will mich erinnern an Bethlehems Stern!
War das nicht einst der Sinn der Weihnacht?
Anstatt Konsum und Kaufhaus-Reibach!

Mein Weihnachtswunsch in diesem Jahr,
klingt vielleicht etwas sonderbar:
Kein Spielzeug und auch nichts zum Naschen,
eher könnt´ mein Mensch mich überraschen.

Bei Weihnachtsgeschichten am Kamin,
gemeinsam dem jährlichen Trubel entflieh´n.
Ich möchte just - so will ich schließen -
mit meinem Mensch´ Advent genießen!

 

von Birgit Lötzerich

 

Die Katze und ich

 

Ich sitze da
und möchte mich besinnen,
der Stille guten Tag
und
den vielen Hin- und Hergedanken
lebet wohl sagen
und die Ruhe in mir aufsteigen lassen
wie klare Morgenluft.

Da kommt die Katze
und sieht mich sitzen
mit gekreuzten Beinen ...
setzt sich neben mich,
kreuzt die Pfoten übereinander
und schnurrt.

Manchmal geht ihr etwas durch den Kopf.
Das sieht man an ihrer Schwanzspitze.
Sie atmet ruhig und tief,
das sieht man an ihrem Bauch.
Sie ist hellwach,
kriegt alles mit.

Aber nichts kann sie rühren.
Sie ist einfach nur da
und sonst nichts.
So sitzen wir nebeneinander.
Ich meditiere,
sie medi - tiert.

 

Frederik Vahle

 

 

Kleine Katzen

 

Kleine Katzen sind so drollig
und so wollig und so mollig,
daß man sie am liebsten küßt.
Aber auch die kleinen Katzen
haben Tatzen, welche kratzen.
Also Vorsicht! Daß ihr's wißt!

Kleine Katzen wollen tollen
und wie Wolleknäuel rollen.
Das sieht sehr possierlich aus.
Doch die kleinen Katzen wollen
bei dem Tollen und dem Rollen
fangen lernen eine Maus.

Kleine Katzen sind so niedlich
und so friedlich und gemütlich.
Aber schaut sie richtig an:
Jedes Sätzchen auf den Tätzchen
hilft, daß aus dem süßen Kätzchen
mal ein Raubtier werden kann.

 

James Krüss

Kleine Katze
Augen blinzeln
Katze schnurrt
Marzipanschwein gefressen
Handschuh verschleppt
Stoffmaus bekämpft
Lockenwickler gejagt
Sofa bepinkelt
Telefonbuch zerfetzt
Ins Schaumbad gefallen
Am Vorhang geturnt
Erfolgreicher Tag
Katze müde


Streicheln fein
Augen zu.

 

Chantal Schreiber

 

 

Rätselvolle Katze

 

 

 In meinem Hirn, als wär's ihr eigner Raum,
Schleicht auf und nieder auf der weichen Tatze
Geschmeidig sanft die schöne, stolze Katze.
Und ihrer Stimme Tun vernimmt man kaum.

So zart und heimlich ist ihr leis' Miauen.
Und ob sie zärtlich, ob sie grollend rief,
Stets ist der Klang verhalten, reich und tief
Und Zauber weckend und geheimes Grauen.

Die Stimme, die schwere Perlen sank
In meines Wesens dunkle Gründe nieder,
Erfüllt mich wie der Klang der alten Lieder,
Berauscht mich wie ein heißer Liebestrank.

Sie schläfert ein die grausamsten Verbrechen,
Verzückung ruht in ihr. Kein Wort tut not,
Doch alle Töne stehn ihr zu Gebot
Und alle Sprachen, die die Menschen sprechen.

Auf meiner Seele Saitenspiel ließ nie
Ein andrer Bogen so voll Glut und Leben
Die feinsten Saiten schwingen und erbeben,
Kein anderer so königlich wie sie,

Wie deine Stimme, rätselvolles Wesen,
Seltsame Katze, engelsgleiches Tier,
Denn alles, Welt und Himmel, ruht in ihr,
Voll Harmonie, holdselig und erlesen.

 

Charles Baudelaire

 

 

Katzen geben Tipps für richtiges Katzenverhalten


Die meisten Katzen wissen instinktiv, wie man sich richtig benimmt, es gibt aber bestimmt einige, die von den nachfolgenden Tipps profitieren. Denkt daran, dass es nur Vorschläge sind und der jeweiligen Situation angepasst werden können.

1. Tischmanieren!

a) Fresse niemals aus Deiner eigenen Schüssel, wenn Du Essen vom Tisch klauen kannst.
b) Trinke niemals aus Deiner Wasserschüssel, wenn irgendwo ein Glas Wasser (oder besser noch, Milch) steht, aus dem Du trinken kannst.
c) Jammere niemals vor Hunger bevor deine Leute ihr Futter aus dem Kühlschrank nehmen. Schreie dann aber so, als ob Du seit Wochen nichts mehr zu fressen bekommen hast.

 
2. Wenn Gäste kommen

a) Setze eine überraschte und verletzte Miene auf, wenn Du beschimpft wirst, weil Du nach dem Essen auf dem Tisch zwischen dem Geschirr spazieren gehst. Dein Gesichtsausdruck sollte besagen:  „Aber wenn kein Besuch da ist, darf ich das doch auch!“
b) Wenn Du einen Schoß zum Sitzen aussuchst, achte immer darauf, dass dieser auch einen guten Kontrast zu Deiner Fellfarbe abgibt. Beispiel: eine schwarze Katze sollte sich immer auf helle Schöße setzen und umgekehrt.
c) Begleite Gäste immer zur Toilette und beobachte, ob sie auch alles richtig machen.
d) Falls ein Gast sagen sollte, dass er Katzen liebe, behandle ihn mit hochmütigem Stolz, verhänge Deine Krallen in den Nylonstrümpfen (falls zutreffend), beiße ihn in die Fußknöchel oder wende eine Kombination der ausgeführten Möglichkeiten an.
e) Falls ein Gast sagen sollte, dass er Katzen nicht mag, bleibe grundsätzlich dicht bei ihm und wenn möglich lege dich auf seinen Schoß, kuschle bei ihm und schnurre ihm um die Beine.


3. Türen

a) Toleriere keine geschlossenen Türen. Um die Türen zu öffnen kann man entweder daran kratzen oder dagegen schlagen und lauthals maunzen. Sobald die Tür geöffnet wird, darf man selbstverständlich nicht durchgehen.
b) Nachdem Du befohlen hast, dass eine nach draußen führende Tür für Dich geöffnet wird, stehe auf der Schwelle, halb innen und halb außen, und fange an, über alles mögliche nachzudenken. Das ist vor allem wichtig, wenn es entweder sehr kalt oder sehr heiß ist und während der Schnaken-Hochsaison.


4. Sei Hilfreich am Waschtag

a) Setze Dich niemals in den Wäschekorb mit dreckiger Wäsche! Erst wenn alles sauber ist und vielleicht gar warm vom Trockner. Dieses ist sehr wichtig, vor allem bei Handtüchern.
b) Helfe stets beim Wäschezusammenlegen. Zeige es deinen Leuten, wenn sie es Deiner Meinung nach nicht richtig gemacht haben, indem Du die Wäsche umherziehst.
c) Wenn Deine Leute mit der Wäsche auf dem Arm eine Treppe rauf oder runter müssen, helfe ihnen schneller die Wäsche dorthin zu bekommen, indem du dich auf eine Stufe platzierst und sie über dich stolpern. Flugs ist die Wäsche viel schneller da!
d) Helfe stets beim Bettenmachen. Laken und Bettbezüge müssen angegriffen und gebissen werden, um sie gefügig zu machen.


5. Deine Katzentoilette

a) Gehe erst aufs Katzenklo, wenn Du sicher bist, dass Dein Dosi zu Hause ist bzw. wenn er wieder nach Hause kommt, damit er deinen Begrüßungsduft auch wirklich mitbekommt.
b) Benutze dein Katzenklo nur, wenn es gerade frisch gereinigt wurde, egal ob vorher was drin war oder nicht.

6. Das grundsätzliche zusammenleben mit Menschen

a) Als allgemeine Regel gilt, dass man sich immer zu dem Menschen setzt, der beschäftigt ist und nicht zu dem, der im Moment nichts tut.
b) Liest einer Deiner Menschen ein Buch oder eine Zeitung, versuche immer, dich darauf zu setzen. Wenn das nicht möglich ist, so setze dich zwischen Buch und Gesicht.
c) Falls Dein Mensch strickt, setze Dich ganz brav auf seinen Schoß. Vergesse aber nicht, ab und zu die Stricknadeln anzugreifen und die Wolle zu verheddern.
d) Wenn Dein Mensch beim Briefeschreiben oder ähnlichem ist, setze Dich immer auf die Papiere, auf denen er gerade schreibt. Wenn sie Dich herunterheben, beobachte sie mit trauriger Miene. Pass gut auf, ob vielleicht mit Tinte geschrieben wird. sobald Du noch feuchte Tinte auf Papier siehst, setze Dich drauf. Nach dem zweiten herunterheben musst du anfangen Kugelschreiber und Bleistifte vom Tisch zu werfen, aber bitte einzeln.
e) Auch Schreibmaschinen sollte der Mensch nicht alleine bedienen müssen. Setze Dich auf den Schoß Deines Menschen und versuche, die Typen zu fangen. Warte, bis der Mensch ein perfekt getipptes Blatt aus der Maschine zieht und hilf ihm dann es zu lochen, in dem du so lange beißt, bis genug Löcher vorhanden sind.
f) Noch schöner sind Computer. So lange dein Mensch davor sitzt, setzt du dich genau vor den Bildschirm, damit du alles verfolgen kannst. Wenn der Mauszeiger über den Bildschirm saust, musst Du ihn fangen.
g) Warte, bis das Telefon klingelt und der Mensch den Computer verlässt und spiele dann 'Katze auf der Tastatur'. Du wirst staunen, was Du alles auf dem Bildschirm sehen kannst.


Das waren einige Richtlinien, Du kannst weiter improvisieren. Denke daran, dass eine erfolgreiche Katze immer gut ausgeruht ist; schlafe deshalb fast den ganzen Tag, damit Du morgens um 4 Uhr fit bist, um lautstark Deinen Hunger zu bekunden!

 

 

Hunde kommen, wenn sie gerufen werden. Katzen nehmen die Mitteilung zur Kenntnis und kommen gelegentlich darauf zurück.  Mary Bly

 

 

 

 

 

Stolze Schmuser

 

Katzen sind mittlerweile ebenso wie der Hund zum beliebtesten Haustier geworden. Und das nicht ohne Grund. Katzen können zwar unendlich stur, eigenwillig und kratzbürstig sein, aber häufig lieben Menschen gerade das Selbstbewusste und Geheimnisvolle an ihren Miezen. Denn trotzdem nehmen Katzen aktiv am Alltagsleben teil. Viele wecken ihre Menschen mit einem zärtlichen Nasenstüber, wenn es Zeit für ihr Frühstück ist, sie "unterhalten" sich mit ihren Menschen durch mehr oder weniger lautes Miauen und fordern vehement Spiel- und Schmuseeinheiten ein. Auch die Erziehung einer Katze ist mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen in einem gewissen Rahmen möglich.

Katze und Hund können jedoch trotz der Redewendung "wie Hund und Katz" gut zusammenleben. Dies klappt am Besten, wenn die beiden bereits als Jungtiere aneinandergewöhnt werden. Es gibt viele Hunde und Katzen, die sich über alles lieben und die besten Freunde sind. Mit etwas Zeit, Geduld und Liebe kann man jedoch auch viele ältere Tiere zu gegenseitigem Respekt erziehen.

Unser Maxi z. B. war bereits ca. 4 Jahre als er zu uns kam. Er hat sich sehr schnell an die Katzen gewöhnt und auch unsere Katzen, die wir schon hatten (2 und 4 Jahre alt) haben ihn von Anfang an akzeptiert. Man ist sich zwar die ersten Wochen mit vorsichtigem Respekt begegnet, aber das hat sich nach dem Kennen lernen dann schnell gegeben.

Auch akzeptiert Maxi die ständig neu kommenden Katzen, sofern wir sie ihm vorstellen und erklären, dass diese jetzt erst einmal zu uns gehören. Die Katzen gewöhnen sich sehr schnell und ohne Probleme daran, dass er sie „durch beschnüffeln“ überprüft, wenn sie durch den Garten tigern. Wenn die Miezen sehen, dass er angerannt kommt, bleiben sie meist demonstrativ stehen, lassen ihn schnüffeln und begrüßen ihn dann mit einem Nasenstüber oder „schmieren“ einmal kurz an ihm vorbei und gehen dann weiter ihrer Wege.

 © Marion S

 

 

 

 

  

Für eine Katze gibt es keinen triftigen Grund einem anderen Tier zu gehorchen, auch wenn es auf zwei Beinen steht."   Sarah Thompson

 

 

 

 

Ein kleines Video unserer Katzen in Casa de Gatos:

 

 

 
Katzen in Casa de Gatos Katzenhausen - MyVideo

 

 

 

Für blinde Seelen sind Katzen ähnlich. Für Katzenliebhaber ist jede Katze, von Anbeginn an, absolut einzigartig. Jenny de Vries

 

 

 

 

 

 

Aus dem Leben eines Morgenmuffels-Dosis

 

Ich wache auf, so kurz vor acht;
sprich: praktisch mitten in der Nacht.
Steig' aus dem Bett, bin recht verdrossen,
die Augen sind noch halb geschlossen.

"In die Küche", so mein Streben,
mit Frühstück lässt sich's leichter leben.
Ein Tässchen Kaffee, Milch, ein Brot,
das rückt die Welt wieder ins Lot.

Gedacht, getan, doch welch ein Graus-
die Wirklichkeit sieht anders aus:
ich beiss so in mein Brötchen 'rein
und, wie könnt's auch anders sein:

Auf dem Belag, oh wunderbar,
liegt obendrauf ein Katzenhaar.
Schlaftrunken noch, mit NULL Geschick,
hat man für so was keinen Blick.

Eh' man's versieht hat man's erlebt:
das Haar fest auf der Zunge klebt.
Ich taste also mit den Fingern,
in meinem Mund nach diesen Dingern.

Ich fisch', ich angle' ewig lang,
das Haar klebt fest, mir wird schon bang.
Das Haar ist immer noch zu fühlen,
mit Wasser will ich's runterspülen.

Ich trinke und, oh welch ein Wandel,
das Haar hängt an der rechten Mandel.
Es würgt, es kitzelt, zum Verdrießen,
Tränen mir ins Auge schießen.

Ich sitze da und seufze leise,
da geht es wieder auf die Reise:
Grad' war es noch auf meiner Zunge,
schwups - jetzt ist es in der Lunge.

Ich huste, röchle, pruste laut,
der Morgen, ja, der ist versaut...
Doch plötzlich, als ich tiefer schnauf',
kommt auch das Härchen wieder 'rauf...

... und legt sich, als sei nichts passiert,
am Gaumen fest - bin irritiert -
ich geb' schon auf, ohjeminee,
da kommt die rettende Idee:

Noch einmal fest ins Brötchen beißen,
das wird's schon mit hinunter reißen.
Gesagt, getan, und welch ein Hohn,
's ist weg, nach EINEM Bissen schon!

Jetzt kann ich an dem Schreibtisch sitzen,
zufrieden meinen Bleistift spitzen.
Schräg von hinten schleicht zu mir,
mein heißgeliebtes Katzentier.

Sie schmiegt sich an und schnurrt ganz toll,
daß ich sie bitte streicheln soll.
Nach Knuddeln steht ihr jetzt der Sinn,
sie dreht mir keck ihr Bäuchlein hin.

Kann es denn etwas Schöneres geben,
als mit so einem Tier zu leben?
Ich lächle froh und spür' ganz klar:
im Mund ein NEUES Katzenhaar ...

Autor leider unbekannt

 

 

 

 

 

 Wenn man sich mit der Katze einläßt, riskiert man lediglich, bereichert zu werden.  Colette, frz. Schriftstellerin

 

 

 

  

Es gibt kaum Leute die Katzen nicht Lieben, sondern nur Leute die Katzen nicht kennen. Audry A. Hayes

 

 

 

 

 

Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen. Ernest Hemingway

 

 

 

 

 

Katzen wurden in die Welt gesetzt um das Dogma zu widerlegen, alle Dinge
seien geschaffen um den Menschen zu dienen.
  Paul Gray

 

 

 

Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das den Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber nichts dafür zu tun.

 

Kurt Tucholsky

 

 

Katzentier

Eines Sonntags, völlig arglos,
sitzt beim Kaffee du um vier
Plötzlich maunzt es, raschelt, kratzt es-
es erscheint ein Katzentier

Mit den Pfoten samtenzart
unnachahmlich in der Art,
schleicht es sich mit viel Allüre
heimlich durch die Hintertüre

Schlabbert zierlich und mit Wonne
Milch, die du ihm eingegossen
Und schon hast du ganz ungeplant
einen neuen Hausgenossen

Unnütz, Unmut zu bekunden
denn noch eh du dich versehn,
hat er seinen Platz gefunden
und das Wunder ist geschehn

Schnurrend drang er in Dein Leben
das er zärtlich nun regiert
Macht zum Katzennarr dich eben-
stahl dein Herz ganz ungeniert


Autor unbekannt

 

 

Pussy

Kennst du meine Katze Pussy
hast du sie schon mal gesehn
Pussy hilft mir schwere Zeiten
mühelos zu überstehn.

Denn bei ihr da bin ich sicher
dass sie immer ehrlich ist
Eigenschaften die beim Menschen
man nur allzu oft vermisst.

Grün sind ihre blanken Augen
groß wie ein Manschettenknopf
und das Fell ist graugetigert
breit am Schwänzchen, schmal am
Kopf.

Pusselchen hat keinen Stammbaum
sie ist international
Rassekatzen sind ihr daher
spießig, dümmlich und egal.

Sie ist mehr ein strammes Mädchen
keine von der zarten Art
Eine, die das Leben meistert
 und die Ruhe stets bewahrt.

Nichts bringt Pussy aus der Fassung
sie bleibt cool und distanziert
fast ist mir, als überlegt sie
und ist dann erst interessiert.

Sie ist pfiffig wie so eine
aus dem Buch von Uli Stein
tut nur, was sie tun möchte
und lässt fünfe gerade sein.

Manchmal macht sie mir
Geschenke
wie zum Beispiel eine Maus
legt sie mir auf die Terrasse
oder bringt sie auch ins Haus.

Dann muss ich sie tüchtig loben
kraule zärtlich ihr das Kinn
sie genießt das offensichtlich
rollt genüsslich her und hin.
Schnell wird sie zum Schmusekätzchen
und zieht ihre Krallen ein
liegt dann schnurrend in der Sonne
will nur noch gestreichelt sein.

Nur das eine macht mir Kummer
dass sie nachts nicht häuslich ist
wenn sie durch die Gegend streunert
mich und Uhrzeit ganz vergisst.

Doch sie wäre keine Katze
würde sie sich daran stören
denn ein jeder wird wohl wissen
dass Katzen sich allein gehören.

Aber trotzdem sind wir Freunde
bleiben es auch weiterhin
Pussy ist's auf Katzenweise
ich als Mensch, so wie ich bin.

 Anke Richter, 6531 Windesheim

 

 

 

 

Das Testament einer Katze

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben,
denen zu hinterlassen, die sie lieben.
Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag' bitte nicht:
"Nie wieder werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh!"

Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus
Und gib' ihr meinen Platz.

Das ist mein Erbe.
Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
was ich geben kann.

 

 

  

Ein Gebet für die Tiere.........

O Gott, höre unser Gebet für unsere
Freunde, die Tiere, besonders für
alle die Tiere, die gejagt werden
oder sich verlaufen haben oder
hungrig und verlassen sind -
und sich fürchten; für alle, die
eingeschläfert werden müssen.
Für sie alle erbitten wir Deine
Gnade und Dein Erbarmen, und
für alle, die mit ihnen umgehen,
erbitten wir ein mitfühlendes
Herz, eine sanfte Hand und ein
freundliches Wort.
Mach uns selbst zu wahren
Freunden der Tiere und laß uns
so teilhaben am Glück der
Barmherzigen.

Albert Schweitzer 

    

Zwei Welten

Mein Name ist Mimi
und ich bin eine Katze
Ich finde die Menschen recht nett
sie geben mir leckere Sachen zu fressen
und Körbchen mit Decken als Bett

Ich hab einen Stammbaum
mit vornehmen Ahnen
die Wohnung, das ist mein Revier
Ich kratze auf Polster
an Tischen und Schränken
und laufe auch über`s Klavier

Und schimpfen die Menschen
dann bin ich beleidigt
das kann ich ganz doll und sehr lang
ich seh aus dem Fenster-
lass mich nicht mehr streicheln
und schaue sie einfach nicht an

So gut zwei, drei Stunden
kann ich bitter schmollen
doch dann krieg ich Hunger für zwei.
Lass mich dann verwöhnen
mit Thunfisch und Hühnchen
und denke mir nichts mehr dabei

Die Menschen sind für mich
recht nette Gesellschaft
sie tun was ich will und zwar schnell
Ich brauch nur miauen
und langweilig blinzeln
und schon sind sie für mich zur Stell

Ich möchte  nicht tauschen
mit denen da draußen
ich glaube, die haben es schwer
Wo finden sie Fressen
wo können sie schlafen
Solch Leben, das liegt mir nicht sehr

Ich bin eine Katze
und hab keinen Namen
im Stadtpark da bin ich Zuhause.
Ich bin frei geboren
drum meid ich die Menschen
mit denen da kenn ich mich aus

Ich grabe in Beeten
und wühle in Tonnen
nach Mäusen und was es so gibt
Am Tag bin ich müde
und schlaf unter Hecken
doch abends, da bin ich verliebt

Ich kletter auf Bäume
auf Zäune und Dächer
streck Hunden die Zunge heraus
Ich red mit dem Mond
und lach mit den Sternen
und singe ein Lied hinter`m Haus

Ich tobe mit Freunden
ganz wild um die Ecke
und faulenz grad wie es mir passt
Ich tu was ich will
lass mir nichts befehlen
bleib wo's mir gefällt und mach Rast

Frier ich auch im Winter
und knurrt mir der Magen
ich tauschte dies Leben nicht ein
Nennt mich ruhig Streuner
und lockt mich mit Fressen
Bei Menschen da möcht ich nicht sein

Ich seh öfters Katzen
die sitzen am Fenster
ich wink ihnen nachdenklich zu
Doch wir sind zwei Welten
Ich lieb meine Freiheit
die andere liebt ihre Ruh

Anke Richter

 

 

 

 

 

10 Gebote einer Katze

1. Mein Leben dauert 15 bis 20 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, ehe Du mich anschaffst.

2. Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.

3. Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon.

4. Sprich manchmal mit mir. Wenn ich auch Deine Worte nicht verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet.

5. Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein! Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen und Deine Freunde - ich habe nur Dich.

6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird - ich vergesse es nie.

7. Bedenke, ehe Du mich schlägst, dass meine Krallen mit Leichtigkeit Dir böse die Hand zerkratzen könnten, dass ich aber keinen Gebrauch von ihnen mache.

8. Ehe Du mich bei der Arbeit "unwillig" schiltst, "bockig" oder "faul", bedenke: vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz.

9. Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du wirst einmal alt sein.

10. Gehe jeden schweren Gang mit mir. Sage nie: "Ich kann so was nicht sehen" oder "es soll in meiner Abwesenheit geschehen". Alles ist leichter für mich mit Dir.

 

 

 

 

Katzenweihnacht

Schneeflocken hauchen leise hernieder

Die Schlote auf den Dächern, sie rauchen wieder.

Jedes Jahr um diese Zeit,

wenn Weihnachten ist nicht mehr weit

und mein Mensch kommt Abends vom Streunen nach Haus,

packt er so schöne Dinge aus.



Er hat für uns Katzen was Schönes ersonnen,

weil unsere Menschenerziehung hat zu wirken begonnen.

Ein Bäumchen vom Walde wohlgestalt,

duftend nach tiefem Tannenwald

steht im Zimmer, natürlich nur für uns Katzen-

behängt mit glänzenden Kugeln für das Spiel mit den Tatzen.

Und unter dem Bäumchen liegen

Päckchen mit Raschelpapier und Schleifchen zum Spielen.

Und Entenbraten unterm Tannenbaum

ist das Höchste in jedem Katzentraum.

Und wenn hell leuchten die Christbaumkerzen,

schlagen höher Katzen- und Menschenherzen



Mein Mensch, seine Menschin,

meine Katzenbrüder und ich

feiern Katzenweihnacht ganz feierlich.

Wo unzertrennliche Freunde sich Liebe geben,

wird es reich und schön für uns – das Leben.



(c)Andreas Grasl

   

 

Von Katzen  

 Vergangnen Maitag brachte meine Katze
Zur Welt sechs allerliebste kleine Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzen Schwänzchen.
Fürwahr, es war ein zierlich Wochenbettchen!
 
Die Köchin aber, Köchinnen sind grausam,
Und Menschlichkeit wächst nicht in einer Küche -
Die wollte von den sechsen fünf ertränken,
Fünf weiße, schwarzgeschwänzte Maienkätzchen
Ermorden wollte dies verruchte Weib.

Ich half ihr heim! - Der Himmel segne
Mir meine Menschlichkeit! Die lieben Kätzchen,
Sie wuchsen auf und schritten binnen kurzem
Erhobnen Schwanzes über Hof und Herd;
Ja, wie die Köchin auch ingrimmig drein sah,
Sie wuchsen auf, und nachts vor ihrem Fenster
Probierten sie die allerliebsten Stimmchen.

Ich aber, wie ich sie so wachsen sehe,
ich preis mich selbst und meine Menschlichkeit.

Ein Jahr ist um, und Katzen sind die Kätzchen,
Und Maitag ist's! - Wie soll ich es beschreiben,
Das Schauspiel, das sich jetzt vor mir entfaltet!
Mein ganzes Haus, vom Keller bis zum Giebel,
Ein jeder Winkel ist ein Wochenbettchen!
Hier liegt das eine, dort das andre Kätzchen,
In Schränken, Körben, unter Tisch und Treppen,
Die Alte gar - nein, es ist unaussprechlich,
Liegt in der Köchin jungfräulichem Bette!

Und jede, von den sieben Katzen
Hat sieben, denkt euch! sieben junge Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzem Schwänzchen!
Die Köchin rast, ich kann der blinden Wut
Nicht Schranken setzen dieses Frauenzimmers;
Ersäufen will sie alle neunundvierzig!

Mir selber, ach, mir läuft der Kopf davon -
O Menschlichkeit, wie soll ich dich bewahren!
Was fang ich an mit sechsundfünfzig Katzen! –

 

Theodor Storm (1817-1888)

 

 

Eigentlich wollte ich hier nur lustige Geschichten und Gedichte über Katzen und mit Katzen veröffentlichen, aber aus gegebenen Anlaß......

 

Wieder wurden Babys einfach weggeworfen!

Was gibt es nur für Menschen?

 

Ich konnte diese kleinen Wesen auch nicht einfach liegenlassen, obwohl wir es uns definitiv zurzeit nicht leisten können, noch mehr Babys aufzunehmen.

 

Einmal aus absolutem Zeitmangel, da wir viel zuviel Arbeit haben und diese Babys nun wieder alle zwei Stunden gefüttert werden müssen.

Ich kann aber auch nicht so Herzlos sein, wie diese Menschen, die sie einfach weggeworfen haben!

 

Die Babys müssen bis zuletzt bei ihrer Mutter gewesen sein, da sie sehr proper waren. Warum nimmt bitte ein erwachsener Mensch die Babys so früh der Mutter weg? Nicht nur, dass es für die Babys absolut ungesund ist und sie dadurch eingehen können, sondern auch für die Mütter ist dies nicht ganz ohne Gefahr. Denn schließlich haben sie nach ca. 2 Wochen stillen einen starken Milchfluss. Da von einer Minute zur anderen keine Babys mehr da sind die diese Milch verwerten, kann dies zu Milchstau und Entzündungen führen. Die Mutterkatze kann unter umständen daran sterben.  

 

Die Menschen die so etwas tun, haben keine Ahnung und wissen anscheinend gar nicht was sie damit alles anrichten können. Sie helfen damit keinem Tier, weder der Mutter und schon gar nicht den Babys.

Ist es denn wirklich so schwer, die Kätzinen kastrieren zu lassen und dies rechtzeitig, bevor sie mit Babys kommen?

 

Warum sind diese Menschen nur dermaßen egoistisch, anmaßend und absolut Herzlos, ohne Gewissen und bar jedem Nachdenken und Rücksichtnahme?

 

Sorry, musste ich mal loswerden!!

 

Und hier noch ein Link zu einer netten Katzengeschichte. Viel Spaß beim lesen und schmunzeln!